Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 sämtliche Verpackungen auf dem europäischen Markt recyclingfähig sein müssen, wobei bereits ab Januar 2026 kritische Fristen für die strategische Materialplanung ablaufen. Sie stehen vor der technischen Herausforderung, dass plastikfreie verpackungen für den einzelhandel nicht nur ökologische Kriterien erfüllen, sondern auch die hohen Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit und Stapelstauchwiderstände gewährleisten müssen, die bisher durch Polymere sichergestellt wurden. Es besteht oft die berechtigte Sorge, dass eine unzureichend geprüfte Materialsubstitution zu Einbußen beim Produktschutz oder zu rechtlichen Unsicherheiten bezüglich der neuen EU-Vorgaben führt.
In diesem technischen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Ihre Einzelhandelsverpackungen rechtssicher auf funktionale Kartonlösungen umstellen, ohne die strukturelle Integrität Ihrer Produkte zu gefährden. Wir analysieren detailliert die Spezifikationen hochfester Monomaterialien, erläutern die notwendigen Zertifizierungen für die Konformität ab 2026 und zeigen auf, wie eine hochwertige POS-Präsentation durch präzise Engineering-Ansätze und optimierte Falzgeometrien realisiert wird. Dieser Beitrag liefert Ihnen die notwendigen technischen Daten und methodischen Schritte für eine prozesssichere Materialumstellung im industriellen Maßstab.
Wichtigste Erkenntnisse
- Erfahren Sie, wie die regulatorischen Anforderungen der PPWR den Materialeinsatz definieren und welche Differenzierung zwischen Kunststoffvermeidung und Biokunststoffen für die Rechtskonformität entscheidend ist.
- Analysieren Sie die mechanischen Leistungswerte von Vollpappe im Vergleich zu Polymeren, um eine optimale Schutzfunktion hinsichtlich Stapelstauchwiderstand und Stoßfestigkeit zu gewährleisten.
- Erhalten Sie eine methodische Anleitung für die Umstellung auf plastikfreie Verpackungen für den Einzelhandel, beginnend bei der IST-Analyse bestehender Spezifikationen bis hin zum technischen Prototyping.
- Bewerten Sie den funktionalen Vergleich zwischen Karton und Kunststoff unter Berücksichtigung von CO2-Bilanzen, Recyclingraten und spezifischen Anforderungen an den Lichtschutz.
- Nutzen Sie fundierte Engineering-Kompetenz und langjährige Expertise in der Kartonverarbeitung, um individuelle Verpackungslösungen von der ersten Skizze bis zur Serienreife effizient umzusetzen.
Definition und regulatorischer Rahmen für plastikfreie Verpackungen
Die Umstellung auf plastikfreie Verpackungen für den Einzelhandel erfordert eine präzise technische Definition, um rechtliche Konformität und Investitionssicherheit zu gewährleisten. Im Kontext der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gilt eine Verpackung als plastikfrei, wenn sie keine synthetischen Polymere als Hauptstrukturkomponente oder als funktionale Barriere enthält. Die Abgrenzung ist kritisch. Biokunststoffe auf Polymilchsäure-Basis (PLA) sind zwar biobasiert, werden regulatorisch jedoch häufig herkömmlichen Kunststoffen gleichgestellt, sofern sie die Kriterien der Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) erfüllen. Für Distributoren und Hersteller bedeutet dies, dass lediglich Monomaterialien aus Zellstoff oder Papierfasern ohne Kunststoffbeschichtung eine dauerhafte Planungssicherheit bieten. Diese Materialien lassen sich problemlos in bestehende Recyclingkreisläufe integrieren und unterliegen nicht den strengen Beschränkungen für Polymerprodukte.
Der technische Fokus liegt auf der stofflichen Reinheit. Während Verbundmaterialien oft komplexe Trennverfahren erfordern, bieten Monomaterialien aus Zellstoff eine hohe Durchschlagsfestigkeit gegenüber regulatorischen Änderungen. Die Kreislaufwirtschaft favorisiert Lösungen, die ohne chemische Modifikationen auskommen, welche die biologische Abbaubarkeit oder die Rezyklatqualität mindern könnten. Ein tiefgreifendes Verständnis der Grundlagen zu Verpackungen ist unerlässlich, um die Transformation von fossilen Polymeren hin zu regenerativen Faserstoffen technisch korrekt zu vollziehen.
Die PPWR und ihre Auswirkungen auf das Regal
Die PPWR setzt verbindliche Ziele für die Recyclingfähigkeit fest, die bis zum Jahr 2030 für sämtliche Verpackungen auf dem EU-Markt gelten. Bereits ab dem 1. Januar 2026 treten verschärfte Dokumentationspflichten für die Materialzusammensetzung in Kraft. Ein zentraler Aspekt ist die Vermeidung von Überverpackung. Der Leerraumanteil darf bei Versandverpackungen und bestimmten Umverpackungen maximal 40 Prozent betragen. Diese Vorgabe zwingt den Handel zur Optimierung der Volumina. Die Kennzeichnungspflichten werden durch harmonisierte Symbole EU-weit vereinheitlicht, um die korrekte Trennung im Entsorgungsmanagement durch den Endverbraucher sicherzustellen. Werden plastikfreie Verpackungen für den Einzelhandel eingesetzt, entfallen spezifische Kennzeichnungspflichten für Kunststoffe, was die grafische Gestaltung der Primärverpackung vereinfacht.
Greenwashing vermeiden: Zertifizierungen und Normen
Die technische Verifizierung der Nachhaltigkeit stützt sich auf etablierte Industriestandards. FSC- und PEFC-Zertifizierungen belegen die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Holzfasern innerhalb der Lieferkette. Ein häufiges Missverständnis betrifft die Norm DIN EN 13432. Diese bescheinigt lediglich die industrielle Kompostierbarkeit unter spezifischen Laborbedingungen, garantiert jedoch nicht die stoffliche Verwertbarkeit im Altpapierstrom. Echte plastikfreie Lösungen müssen so konzipiert sein, dass sie die Qualität des Rezyklats nicht durch Klebstoffe oder mineralölhaltige Druckfarben beeinträchtigen. Die Transparenz wird durch die Angabe der exakten Materialcodes, wie etwa PAP 21 für sonstige Pappe, erhöht. Diese Detailtiefe minimiert Haftungsrisiken und stärkt die Positionierung als technologisch versierter Akteur im Markt.
Materialkunde: Kartonlösungen als technischer Kunststoffersatz
Die Substitution von Polymeren durch zellulosebasierte Werkstoffe erfordert eine präzise Analyse der mechanischen Belastungsgrenzen. Während Thermoplaste durch ihre Flexibilität und Barrierewirkung überzeugen, bieten moderne Kartonlösungen durch spezifische Grammaturen von 200 bis 600 g/m² vergleichbare Stabilitätseigenschaften. Für plastikfreie verpackungen für den einzelhandel ist die Wahl zwischen Frischfaser- und Recyclingkarton entscheidend. Frischfasern gewährleisten eine höhere Reißfestigkeit und sind für den direkten Lebensmittelkontakt gemäß BfR-Empfehlung XXXVI zertifiziert. Die statische Belastbarkeit von Faltschachteln wird durch die Faserorientierung und spezifische Biegesteifigkeitswerte definiert, was eine sichere Aufnahme schwerer Produkte ermöglicht.
Die Forschung zu Verpackungsalternativen am Fraunhofer IVV belegt, dass wasserbasierte Dispersionsbeschichtungen herkömmliche PE-Laminierungen zunehmend ersetzen können. Diese Barrieren verhindern das Eindringen von Fetten und Feuchtigkeit, ohne die Recyclingfähigkeit im Altpapierkreislauf zu beeinträchtigen. Im Vergleich zu Kunststofffilmen bieten diese Beschichtungen eine ausreichende Wasserdampf-Durchlässigkeitsrate (WVTR) für kurz- und mittelfristige Lagerzyklen im Handel.
Faltschachteln als Primärverpackung
Die konstruktive Gestaltung von Sichtfenstern erfolgt heute materialhomogen durch präzise Stanzungen oder den Einsatz von hochtransparentem Pergaminpapier. Dadurch wird die Sortenreinheit gewahrt und der Recyclingprozess vereinfacht. Bei fettenden Inhalten kommen spezialisierte Barrieren zum Einsatz, die eine Migration von Mineralölrückständen (MOSH/MOAH) aus Recyclingkarton unterbinden. Diese funktionellen Schichten werden im Offset- oder Flexodruckverfahren appliziert und erreichen eine Schutzwirkung, die für Haltbarkeitszeiträume von über 12 Monaten ausgelegt ist. Die mechanische Integrität bleibt selbst unter wechselnden klimatischen Bedingungen im Verkaufsraum stabil.
Displays und Aufsteller am Point of Sale
Die statische Belastbarkeit von Zweitplatzierungen wird durch die Kombination von Wellpappe-Profilen und Vollpappe-Komponenten optimiert. Durch den Einsatz von B- oder E-Wellen wird eine hohe Verwindungssteifigkeit erzielt. Modulare Systeme ermöglichen eine Reduktion des Materialeinsatzes um bis zu 18 %, während die Traglasten pro Regalboden oft 15 kg überschreiten. Die technische Auslegung folgt strengen Lastsimulationen, um die Standfestigkeit im Hochfrequenzbereich des Einzelhandels zu garantieren. Eine fundierte Beratung zur technischen Umsetzung komplexer Projekte finden Sie bei HVC.
Durch die gezielte Auswahl der Faserlängen und die Applikation plastikfreier Oberflächenveredelungen lassen sich plastikfreie verpackungen für den einzelhandel

Vergleich: Karton vs. Kunststoff im funktionalen Check
Die technische Evaluierung für plastikfreie verpackungen für den einzelhandel erfordert eine differenzierte Betrachtung physikalischer Materialeigenschaften. Kunststoffe wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) zeichnen sich durch eine hohe Barrierewirkung gegenüber Feuchtigkeit und Sauerstoff aus. Demgegenüber steht Wellpappe, die durch ihre Wellenstruktur eine exzellente Stoßfestigkeit und einen hohen Stapelstauchwiderstand (BCT – Box Compression Test) bietet. Diese mechanische Belastbarkeit ermöglicht eine effiziente Palettierung und reduziert Transportschäden bei empfindlichen Gütern. Während Kunststoffe oft durch Lichtdurchlässigkeit die Produktqualität beeinträchtigen können, bietet Karton einen natürlichen UV-Schutz, was die Haltbarkeit lichtempfindlicher Inhalte ohne zusätzliche Additive verlängert.
Ökologische und ökonomische Bilanzierung
Die Bewertung der Nachhaltigkeit stützt sich auf belastbare Kennzahlen der Kreislaufwirtschaft. In Deutschland erreicht die Recyclingquote von Papier und Kartonagen Werte von über 80 Prozent, was eine etablierte Rohstoffrückführung garantiert. Im Gegensatz dazu liegt die Quote für das werkstoffliche Recycling von Kunststoffverpackungen bei lediglich etwa 30 Prozent. Diese Diskrepanz beeinflusst die langfristige Kostenstruktur massiv. Die Total Cost of Ownership (TCO) wird zunehmend durch regulatorische Abgaben wie die Plastiksteuer oder steigende Lizenzentgelte für duale Systeme bestimmt.
- Recyclingeffizienz: Papierfasern können bis zu 25-mal ohne signifikanten Qualitätsverlust wiederverwertet werden.
- Logistikgewicht: Trotz des geringeren Eigengewichts von Kunststoffen ermöglicht Karton oft eine bessere Volumenoptimierung im Frachtraum.
- Rohstoffsicherheit: Die Unabhängigkeit von fossilen Polymeren reduziert das Risiko volatiler Ölpreise und sichert die Lieferkette durch heimische Holzbestände.
Die haptische Wahrnehmung durch den Endverbraucher spielt eine entscheidende Rolle für die Wertigkeit der Marke. Studien belegen, dass Konsumenten die matte, strukturierte Oberfläche von Kartonagen mit Natürlichkeit und Qualität assoziieren, während glänzende Kunststoffoberflächen oft als minderwertig oder ökologisch belastend wahrgenommen werden.
Einsatzgrenzen und hybride Lösungen
Eine 100%ige Umstellung auf plastikfreie verpackungen für den einzelhandel stößt dort an technische Grenzen, wo extreme Barriereanforderungen gegen Fett oder stehende Nässe bestehen. In solchen Fällen kommen hybride Lösungen zum Einsatz. Hierbei wird die mechanische Stabilität durch einen Kartonmantel gewährleistet, während eine hauchdünne, leicht trennbare Folienschicht den Produktschutz übernimmt. Die Optimierung der Trennbarkeit ist hierbei die zentrale Ingenieursaufgabe, um die Einstufung als Verbundstoff zu vermeiden und die Recyclingfähigkeit zu erhalten.
Strategien zur Substitution folgen einem schrittweisen Prozess. Zunächst werden Sekundärverpackungen auf faserbasierte Stoffe umgestellt. Im zweiten Schritt erfolgt die Prüfung von Barrierebeschichtungen auf Wasserbasis für die Primärverpackung. Diese methodische Vorgehensweise stellt sicher, dass die Schutzfunktion zu keinem Zeitpunkt der Umstellungsphase kompromittiert wird. Die technische Präzision bei der Materialwahl entscheidet letztlich über die Prozesssicherheit in automatisierten Abfüll- und Verpackungsanlagen.
Implementierung: Von der Kunststoffverpackung zur Kartonlösung
Die technische Umstellung auf plastikfreie Verpackungen für den Einzelhandel erfordert eine methodische Vorgehensweise, um die Prozessstabilität und Schutzfunktion zu gewährleisten. Dieser Prozess gliedert sich in vier wesentliche Phasen. Zuerst erfolgt die IST-Analyse der bestehenden Spezifikationen, bei der Parameter wie Materialstärke, Barriereanforderungen und Reißfestigkeit der aktuellen Kunststofflösung dokumentiert werden. Darauf folgt die Konstruktion und das Prototyping. Hierbei werden digitale CAD-Modelle erstellt und physische Muster aus faserbasierten Werkstoffen gefertigt, um das Faltverhalten und die Steifigkeit unter realen Bedingungen zu prüfen.
Im dritten Schritt wird die Maschinengängigkeit auf den vorhandenen Abfüll- und Verpackungslinien evaluiert. Da Kartonagen ein anderes Reibungsverhalten (COF-Werte) als Polyethylen oder Polypropylen aufweisen, sind oft präzise Justierungen an den Vakuumsaugern und Mitnehmern erforderlich. Den Abschluss bildet die Validierung der Schutzfunktion. Durch genormte Transportsimulationen nach DIN EN ISO 4180 wird sichergestellt, dass die mechanische Belastbarkeit der neuen Lösung den Anforderungen der Logistikkette entspricht.
Optimierung für automatisierte Prozesse
Für den Einsatz in Hochgeschwindigkeitsanlagen ist die Präzision der Stanzung entscheidend. Abweichungen von mehr als 0,2 Millimetern führen bei Taktzahlen von über 60 Einheiten pro Minute oft zu Prozessunterbrechungen. Bei der Materialumstellung müssen zudem die Klebeprozesse angepasst werden. Während Kunststoffoberflächen oft eine Coronabehandlung erfordern, ist bei Kartonlösungen die Offenzeit des Heißleims exakt auf die Saugfähigkeit der Faserstruktur abzustimmen. Dies garantiert eine dauerhafte stoffschlüssige Verbindung unter industriellen Bedingungen.
Design für die Kreislaufwirtschaft (Eco-Design)
Ein effizientes Design reduziert den Materialeinsatz durch intelligente Falttechniken um bis zu 15 Prozent, ohne die Stapelstauchfestigkeit zu beeinträchtigen. Zur Veredelung werden ausschließlich wasserbasierte Farben und Lacke eingesetzt, die den Recyclingprozess nicht durch mineralölhaltige Rückstände belasten. Die Integration von Entsorgungshinweisen direkt in das Druckbild unterstützt die korrekte Zuführung in den Wertstoffkreislauf. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass plastikfreie Verpackungen für den Einzelhandel nicht nur funktional, sondern auch ökologisch konsequent umgesetzt werden.
Für eine detaillierte technische Beratung zu Ihren individuellen Spezifikationen kontaktieren Sie unsere Experten auf hvc.de.
Individuelle Verpackungsentwicklung mit Hubert von Carnap
Hubert von Carnap (HVC) verfügt über eine fundierte Expertise von mehr als 150 Jahren in der industriellen Verarbeitung von Karton und Pappe. In einem Marktumfeld, das zunehmend technisch ausgereifte Lösungen für plastikfreie verpackungen für den einzelhandel fordert, agiert das Unternehmen als hochspezialisierter Entwicklungspartner. Als inhabergeführtes Familienunternehmen steht HVC für eine Beständigkeit, die sich in der Qualität jeder einzelnen Faltschachtel widerspiegelt. Nachhaltigkeit wird hierbei nicht als bloßer Trend, sondern als messbarer Kernwert der gesamten Wertschöpfungskette verstanden. Die technische Ausrichtung des Hauses ermöglicht es, komplexe Anforderungen aus der Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie aus anspruchsvollen Industriesektoren in funktionale Verpackungssysteme zu übersetzen.
Unsere Engineering-Kompetenz für Ihren Erfolg
Die technische Auslegung einer Verpackung beginnt bei der präzisen Materialauswahl. Hierbei werden physikalische Kennzahlen wie die Biegesteifigkeit, das Flächengewicht und die Oberflächenbeschaffenheit detailliert evaluiert. Die Engineering-Kompetenz von HVC zeigt sich besonders in der Konstruktionsoptimierung, die darauf abzielt, die Schutzfunktion für sensible Güter zu maximieren und gleichzeitig den Materialeinsatz zu minimieren. Durch den Einsatz moderner CAD-Systeme und den direkten Zugriff auf den hauseigenen Musterbau werden physische Prototypen innerhalb kürzester Zeit realisiert. Diese methodische Vorgehensweise reduziert die Entwicklungsdauer erheblich und stellt sicher, dass alle zertifizierten Qualitätsprozesse bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Die Präzision im Musterbau garantiert, dass die spätere Serienfertigung exakt den spezifizierten Toleranzen entspricht.
Ihr Partner für den nationalen Einzelhandel
Die Anforderungen des deutschen Einzelhandels an die Lieferfähigkeit und Prozesssicherheit sind streng definiert. HVC sichert durch optimierte Produktionskapazitäten und eine robuste Logistikplanung eine kontinuierliche Versorgung des Marktes. Die Skalierbarkeit der Fertigungsprozesse erlaubt es, sowohl spezialisierte Kleinserien als auch voluminstarke Großaufträge mit gleichbleibender technischer Exzellenz abzuwickeln. Eine langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhe bildet die Basis für die stetige Weiterentwicklung der Verpackungskonzepte. Kunden profitieren von einem Full-Service-Ansatz, der die technische Beratung, die Konstruktion und die finale Produktion nahtlos miteinander verknüpft. Dies schafft die notwendige Sicherheit für Unternehmen, die ihre Umstellung auf plastikfreie verpackungen für den einzelhandel prozesssicher und wirtschaftlich effizient realisieren möchten. Die Einhaltung nationaler Normen und Qualitätsstandards ist dabei als fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie implementiert.
Technische Präzision bei der Umstellung auf faserbasierte Verpackungssysteme
Die Substitution konventioneller Kunststoffe durch leistungsfähige Kartonlösungen stellt eine signifikante ingenieurtechnische Aufgabe dar, die weit über die reine Materialwahl hinausgeht. Im Rahmen dieser Analyse wurde deutlich, dass plastikfreie verpackungen für den einzelhandel durch gezielte Konstruktionsanpassungen und spezifische Materialveredelungen eine vollumfängliche Schutzfunktion sowie Prozessstabilität gewährleisten. Hubert von Carnap agiert als Traditionsunternehmen seit 1872 als spezialisierter Partner, der insbesondere bei hochsensiblen UN-zertifizierten Gefahrgut- und Pharmaverpackungen die erforderliche technische Sicherheit garantiert. Durch den Einsatz eines hauseigenen Musterbaus für technische Prototypen wird sichergestellt, dass jede individuelle Spezifikation exakt abgebildet wird. Die Einhaltung aktueller Industrienormen und die Optimierung der Materialeffizienz bilden das notwendige Fundament für eine rechtssichere Verpackungsstrategie innerhalb des deutschen Marktes. Eine fundierte Planung sichert die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Realisierung komplexer Projekte erfordert tiefgreifende Expertise und eine methodische Herangehensweise für eine erfolgreiche technische Implementierung.
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Häufig gestellte Fragen zur Materialumstellung
Was genau versteht man unter plastikfreien Verpackungen im B2B-Bereich?
Unter plastikfreien Verpackungen im B2B-Sektor versteht man Gebinde, die vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zellulose bestehen und keine synthetischen Polymere enthalten. Gemäß der EU-Richtlinie 2019/904 (SUPD) entfallen hierbei Beschichtungen aus Polyethylen oder Polypropylen vollständig. Für Unternehmen bedeutet dies die konsequente Nutzung von Monomaterialien, die im Standard-Papierkreislauf stofflich verwertbar sind. Diese plastikfreie verpackungen für den einzelhandel erfüllen sämtliche technischen Anforderungen an die Schutzfunktion ohne fossile Kunststoffe.
Sind plastikfreie Kartonverpackungen teurer als herkömmliche Plastikverpackungen?
Die Preisstruktur für zellulosebasierte Lösungen liegt im direkten Materialvergleich oft 15 bis 20 Prozent über der von fossilen Standardkunststoffen. Diese Kostendifferenz wird jedoch durch die deutlich geringeren Beteiligungsentgelte gemäß dem deutschen Verpackungsgesetz (VerpackG) für papierbasierte Stoffe kompensiert. Da Kartonagen im Gegensatz zu Kunststoffbehältern flach angeliefert werden, sinken zudem die Frachtkosten pro Einheit erheblich. Die Gesamtkostenbetrachtung fällt daher oft zugunsten der papierbasierten Variante aus.
Können Kartonverpackungen die gleiche Haltbarkeit wie Kunststoff bieten?
Moderne Kartonlösungen erreichen durch gezielte Konstruktion und funktionale Barrieren ähnliche Schutzfunktionen wie herkömmliche Kunststoffe. Durch die Auswahl spezifischer Grammaturen und die Optimierung der BCT-Werte (Box Compression Test) wird die notwendige Stapelfestigkeit für den Handel sichergestellt. Innovative Dispersionsbeschichtungen bieten zudem einen wirksamen Schutz gegen Fett und Feuchtigkeit. Dadurch bleibt die mechanische Integrität der Verpackung über den gesamten Lebenszyklus hinweg stabil.
Wie wirkt sich die Umstellung auf plastikfreie Verpackungen auf meine Logistik aus?
Die Umstellung auf papierbasierte Systeme führt primär zu einer signifikanten Reduktion des benötigten Lagervolumens um bis zu 75 Prozent. Da plastikfreie verpackungen für den einzelhandel meist flachliegend geliefert werden, optimiert dies die Auslastung der Logistikkapazitäten pro Palette. Unternehmen müssen jedoch die veränderten Reibungskoeffizienten auf automatisierten Förderanlagen berücksichtigen. Dies erfordert eine präzise technische Abstimmung der Oberflächenbeschaffenheit, um Störungen im Materialfluss der Intralogistik zu vermeiden.
Welche Zertifizierungen sind für plastikfreie Einzelhandelsverpackungen wichtig?
Für den Nachweis der Nachhaltigkeit und technischen Konformität sind Zertifizierungen wie FSC, PEFC und das PTS-Zertifikat zur Recyclingfähigkeit entscheidend. Die Einhaltung der DIN EN 13432 ist erforderlich, falls eine industrielle Kompostierbarkeit nachgewiesen werden soll. In Deutschland stellt zudem die Registrierung im LUCID-Register der Zentralen Stelle Verpackungsregister eine zwingende rechtliche Voraussetzung dar. Diese Zertifikate dienen als objektiver Beleg für die Einhaltung ökologischer und technischer Standards.
Unterstützt Hubert von Carnap auch bei der Umstellung bestehender Verpackungslinien?
Hubert von Carnap bietet spezialisierte Engineering-Dienstleistungen an, um bestehende Abfüll- und Verpackungsanlagen auf kartonbasierte Lösungen umzurüsten. Die technischen Experten analysieren die Taktzeiten und Greifmechanismen Ihrer vorhandenen Linien, um eine reibungslose Materialsubstitution zu gewährleisten. Ziel ist die Beibehaltung der Maschineneffizienz bei gleichzeitiger Eliminierung von Kunststoffkomponenten. Dies geschieht durch präzise konstruierte Faltschachtelsysteme, die exakt auf die vorhandene Automatisierungstechnik abgestimmt sind.
Ist Recyclingkarton für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet?
Recyclingkarton darf im direkten Lebensmittelkontakt nur eingesetzt werden, wenn funktionale Barrieren die Migration von Mineralölrückständen sicher verhindern. Diese Barrieren werden meist als Innenbeschichtung oder integrierte Schicht im Karton aufgebracht, um MOSH- und MOAH-Werte zu minimieren. Ohne solche Schutzmaßnahmen ist gemäß der BfR-Empfehlung XXXVI lediglich die Verwendung von Frischfaserkarton zulässig. Dies gilt insbesondere für den direkten Kontakt mit feuchten oder fettenden Lebensmitteln im Einzelhandel.
Wie lange dauert der Entwicklungsprozess einer individuellen Faltschachtel?
Die technische Entwicklung einer kundenspezifischen Faltschachtel beansprucht von der ersten CAD-Konstruktion bis zum freigegebenen Plottermuster in der Regel 10 bis 14 Werktage. Dieser Zeitraum beinhaltet die statische Berechnung der Konstruktion, die Auswahl der optimalen Grammatur sowie die Erstellung physischer Prototypen für Belastungstests. Nach der finalen Freigabe der technischen Spezifikationen durch den Kunden erfolgt die industrielle Fertigung der ersten Serie meist innerhalb von drei bis vier Wochen.
